Japanischer Whisky: 5 Top-Blends & die Nippon-Art des Trinkens

japanischer Whiskey: Nikka from the Barrel

Japanischer Whisky? Whiskey aus Nippon? What? Die Japaner machen Whisky? Korrekt. Und sogar ziemlich guten. Sagen jedenfalls Experten. Sowie der Playboy. Was den Whisky aus Fernost so interessant macht und fünf Top-Blends.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich hier auf MC den Whisky Guide für Anfänger online stellte. Mit dem ganze Pipapo. Also was zum Beispiel der Unterschied zwischen Single Malt und einem Blend ist. Oder was Scotch, Bourbon, Irisch Whiskey und Co. voneinander unterscheidet. Damit hast du auch schon die wichtigsten Hersteller nach Ländern. Also Schottland, Irland, die USA. Ganz am Rande erwähnte ich das Aufkommen des japanischen Whiskys. Aber eben nur gaaaanz am Rande. Heute daher ein kleines Plädoyer für den Whisky aus Nippon.

Was macht japanischen Whiskey so besonders?

Zunächst: Was macht japanischen Whiskey so besonders? Die Antwort ist gar nicht mal so schwer. Single Malts – und zwar verdammt gute Single Malts – gibt es einige. Doch die Japaner setzen eher auf Blends. Japanischer Whiskey ist also meist ein Verschnitt anderer Whiskys. Dabei geizen die Japaner nicht, sondern hauen richtig rein. Das Geheimnis ist aber eher das japanische Wasser. Das ist besonders weich. Du brauchst nicht gar nicht so dumm schauen. Echte Experten und Whisky-Kenner bestätigen dir das gern. Wegen diesem extraweichen Wasser gilt jedenfalls japanischer Whisky als besonders mild. Kein Witz, sondern eine knallharte (bzw. in dem Fall samtweiche) Tatsache.

Doch auch sonst sind die Japaner in Sachen Whiskey alles andere als auf den Kopf gefallen. Daher begeistert Whisky aus Nippon obendrein mit

  • fruchtigen und recht blumigen Aromen,
  • einem süßlich und doch pfeffrigen Charakter
  • und eher wenig Rauch.
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Die Folge ist einmal mehr eine sehr milde Note. Der japanische Whiskey ist also das komplette Gegenteil von Scotch Whisky, der wegen seiner Torffeuer als besonders rauchig gilt. Das ist schon kurios, denn viele der japanischen Meisterbrenner lernten ihr Fachwerk ausgerechnet in Schottland. Wobei die Schotten diesen Austausch an Knowhow gern unterstützen. Denn wenn du denkst, dass die Japaner erst seit gestern am Brennen, irrst du. Schon seit den 1920ern versuchen sich die Fernöstler am Whisky – und wurden über die Jahre verdammt erfolgreich.

Mizunara: Warum ist japanischer Whisky so mild?

Mittlerweile gilt Japan – obwohl es nur rund ein Dutzend Brennereien gibt – nach Schottland, Irland und den USA gar als viertgrößter Whisky-Produzent der Welt. Das kommt natürlich nicht über Nacht und schon gar nicht mit irgendwelchen billigen Abklatschen der großen Whisky-Brände. Ganz im Gegenteil. Die Japaner setzen nämlich ebenfalls gern auf Eichenfässer zur Lagerung. Allerdings auf ihre heimische Mizunara-Eiche. Quasi DIE japanische Eiche schlechthin – und daher heute (meist) typisch für Whiskey aus Nippon.

Einen weiteren Vorteil des japanischen Whiskey bedingt das Klima. Dank der großen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter muss der Whiskey nicht so lange lagern wie anderswo. Heißt: Der Brand ist schneller reif. Und zwar deutlich schneller. Konkret schon nach sechs bis acht Jahren. Zum Vergleich: Scotch lagert bis zur gleichen Reife zwischen zehn bis zwölf Jahre. Also mitunter doppelt so lange. Kein Wunder also, dass japanische Whiskys längst nicht mehr als Geheimtipp gelten. Tatsächlich sind die Nippon-Brände mittlerweile richtig schwer angesagt, gerade bei uns in Europa. Jim Murray, der Whisky-Guru schlechthin, kürte erst 2014 in seiner alljährlichen Whisky Bible den Nippon-Whiskey „Yamazaki Sherry Cask 2013“ zum besten Brand des Jahres. Das muss einen Grund haben.

japanischer Whisky Yamazaki Single Malt

Nun bleibt natürlich die Frage offen, welchen der Nippon-Blends du dir mal antun solltest? Auch kein Problem, die Antworten darauf nennt der Playboy (09/2018). Und zwar fünffach. Dafür ein fünffaches Danke…

Elegant bis würzig: Die Top 5 der Nippon-Whiskys

Die Jungs (und Mädels) vom Playboy sind übrigens so nett, fünf verschiedene Geschmäcker zu befriedigen. Die Preisklassen reichen von – sagen wir mal – günstig bis weit weniger günstig :-)

Der Komplexe: Yamazaki Single Malt
Auf Platz eins und als „Komplex“ geehrt, landet bei den Herren der Hasenohren der Yamazaki Single Malt. Als Kenner erkennst du prompt: Dieser japanische Whiskey ist kein Blend und daher kein Verschnitt. Die Brennerei Suntory in Osaka hat jedenfalls einen verdammt guten Ruf und gilt bei so manchen Whisky-Kenner sogar als beste des Landes. Kein Wunder: Der Yamazaki Single Malt lagert satte zwölf Jahre, wobei die Brennerei neben japanischer Eiche auch auf spanische und amerikanische Eiche setzt. Dieser Single Mal aus Japan ist also schon etwas Besonderes. Daher ist der Malt leider nicht billig.

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  • Farbe: Gold; Mit Farbstoff (Zuckerkulör) zur einheitlichen Farbgebung
  • Nase: Früchte, Minze, Gurke, Gras, Birne, Vanille, Zitronenschale
  • Ein japanischer Single Malt-Whisky aus dem Hause Suntory und mit Geschenkverpackung
  • Geschmack: Fruchtig, spritzig, Honig, Vanille, Kräuter, Minze, Gurke, Grapefruit, Hauch von Rauch
  • Abgang: Lang anhaltend, zart, leicht, süß, fruchtig, frisch, Rauch

Der Elegante: Akashi Single Malt
Da erzähle ich dir, das der typische japanische Whisky ein Blend ist und was macht Playboy? Wählt mit dem Akashi Single Malt gleich den nächsten Single Malt auf Platz zwei. Egal, die Hasenmänner ehren den Akashi Single Malt als den „Eleganten“ der Whiskys aus Nippon. Durchaus passend, stammt der Akashi Single Malt doch aus einer der ältesten Brennereien Japans überhaupt: der White Oak Brennerei. Besonderheit des Akashi Single Malt ist seine Lagerung. Zuerst reift der Malt drei Jahre in Bourbon-Fässern, danach zwei weitere Jahre in spanischen Sherry-Fässern. Das Ergebnis ist ein cremig-süßer Geschmack mit einer Note Vanille, die auch – neben Eiche – den Abgang kennzeichnet.

Akashi White Oak AKASHI Single Malt Whisky mit Geschenkverpackung (1 x 0.5 l)
  • Farbe: Gold. Nase: Noten von Holz, Rauch und Nektarinen. Geschmack: Fruchtig, Honig, Petersilie, feiner Torfrauch. Abgang: Lang anhaltend.
  • ideal zum Verschenken oder selbst Genießen

Japanische Whiskys: Chita, Ichiro’s & Nikka

Der Vielseitige: Chita Single Grain
Auf Platz drei der japanischen Whiskys endlich ein Blend, der Chita Single Grain. Grain? Korrekt. Grain Whisky besteht generell aus Weizen, Hafer und ungemälzter Gerste. Der Chita Single Grain – wieder ein Brand der Suntory Brennerei – setzt auf drei verschiedene Grains, die zudem in unterschiedlichen Fässern reifen. Und zwar in Weißeiche, spanischer Eicher und früheren Weinfässern. Alles zusammen macht schließlich den ersten Single Grain aus japanischer Produktion überhaupt. Und laut Playboy den „Vielseitigen“.

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  • Farbe: Helles Gold
  • Nase: Frisch, süß, tropische Früchte, Mangos, Zitronenkuchen, Toffee
  • Geschmack: Mild, weich, Tropische Säfte, Zitronen, Grappa, Hauch von Honig, Minze
  • Abgang: Lang anhaltend, sanft, Noten von Holz, Gewürze
  • Perfekt als Geschenk

Der Fruchtige: Ichiro’s Malt & Grain
Platz vier der Whiskeys aus Nippon belegt der Ichiro’s Malt & Grain. Für diesen setzt die Brennerei Chichibu auf gleich acht Destillate aus England, Irland, Japan, Kanada, Schottland und den USA. Das Ergebnis ist ein „fruchtiger“ Blend, hinter dem niemand geringerer als Chichibus Mastermind Ichiro Akuto steht.

Der Würzige: Nikka from the Barrel
Last but not least der „Würzige“ unter den japanischen Whiskeys, der Nikka from the Barrel. Ein Blend, der vor allem mit einer gewissen, aber gleichzeitig milden Würze besticht. Außerdem mit Früchten und einem Hauch Vanille. Heute zählt die Abfüllung zu den bekanntesten japanischen Blends überhaupt. Für Kenner keine Überraschung, ist der Nikka from the Barrel vom World Whisky Award doch mehrfach als „Best Blended Japanes Whisky“ prämiert.

Japanischer Whisky: So trinkst du im Nippon-Style

Japaner haben übrigens ihren eigenen Weg (bzw. Wege), Whisky zu trinken. Populär sind vor allem vier Arten, unter welchen wieder der „Highball“ heraussticht. Den Highball erkläre ich dir aber erst zuletzt. Dafür habe ich auch einige Highball-Rezepte für dich. Also? Wie trinken Japaner nun ihren Whisky? So…

  • Mizuwari & Qyuwari: Whisky mit Wasser
    Eine der typischen japanischen Arten, Whisky zu genießen, ist mit Wasser. Was die Japaner allerdings auf ihre eigene Art machen. Zum einen mixen die Japaner ihren Whisky natürlich mit ihrem weichen und mineralarmen Wasser. Zweitens ist das Verhältnis von 1:1 bis 1:5 für jeden Whiskykenner eigentlich eher unüblich. In Japan dagegen nicht. Wobei die Japaner auch noch (drittens) zwischen Mizuwari und Qyuwari unterscheiden. Mizuwari meint kaltes Wasser (Sommer), Oyuwari hingegen heißes Wasser (Winter).
  • Ice Balls: Whisky on the Rocks
    Die zweite japanische Art ist der bekannte Klassiker Whisky on the Rocks. Aber auch hier haben die Japaner ihre eigene Idee kreiert. Statt simpler Eiswürfel sind in Japan Ice Balls der große Hit. Diese sind ein einzelner (Eis)Ball, die zudem an die Größe des Glases angepasst sind. So ist japanischer Whisky schneller gekühlt. Für daheim findest du spezielle Eiskugelformen.
  • Whisky Straight
    Ebenfalls ein Klassiker, der in Nippon schwer angesagt ist: Whisky Straight. Also Whiskey ohne alles. Kein Eis, kein Wasser, Raumtemperatur. Kurzum: Whisky pur.
  • Japanischer Whisky Highball
    Zuletzt der extrem populäre Highball. Für diesen mischen Japaner Scotch Whiskey mit Sprudelwasser. Das ist quasi japanische Kultur: Denn Japaner trinken Alkohol gern beim Essen. Verdünnt ist da ein Whisky natürlich länger genießbar. Von daher wird der Brand mit Wasser gestreckt, aber wohlgemerkt mit Sprudelwasser. Ebenfalls möglich: Mineralwasser oder Sodawasser. Doch sprudeln muss der Highball: Dank der Bläschen verspricht der Highball nämlich seinen ganz eigenen Geschmack.
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Lass’ es sprudeln: Rezepte für Highball Whisky

Logisch, dass die Japaner für ihren geliebten Highball gleich mehrere Varianten kennen. Das klassische Rezept ist recht einfach.

Highball klassisch

Zutaten:

  • japanischer Whiskey wie Nikka from the Barrel,
  • Eiswürfel (am besten aus Mineralwasser),
  • Sodawasser.

Das war’s schon. Die Zubereitung ist ebenfalls einfach. Zuerst kommt das Eis ins Glas, anschließend ein Teil japanischer Whisky. Das Ganze rührst du, um den Whiskey zu kühlen. Falls nötig, kannst du weitere Eiswürfel zugeben. Zuletzt kommen zwei Teile Soda ins Glas. Fertig. Wichtig: Rühre den Whisky mit nur einer (!) Umdrehung, mehr nicht. Was für ein Glas du nutzt, ist dafür schnuppe. Hast du eine Eisform für den typisch-japanischen Ice Ball ist natürlich ein „Würfel“ bzw. eben Kugel Eis genug.

Yukbari Highball

Zutaten:

  • 30 ml Nikka from the Barrel,
  • 50 ml frischer Melonensaft,
  • 15 ml frisch gepresster Zitronensaft,
  • Eiswürfel (am besten aus Mineralwasser),
  • Sodawasser.

Zuerst gibst du Whisky, Melonen- und Zitronensaft in ein Longdrinkglas. Danach füllst du das Glas mit dem Eiswürfel, das Ganze wieder bis zum Rand mit Soda. Fertig.

Elderfower Highball

Zutaten:

  • 40 ml Nikka Miyagiko Non Age Single Malt,
  • 20 ml Holunderblütensirup,
  • 20 ml frisch gepressten Zitronensaft,
  • Eiswürfel (am besten aus Mineralwasser),
  • Sodawasser.

Wieder gibst du Whisky, Sirup und Saft in ein Longdrinkglas. Fülle das Glas mit den Eiswürfeln, anschließend bis zum Rand mit Soda. Fertig.

Mizuwari

Zutaten:

  • 50 ml Taketsuru 12 Years oder Suntory Hibiki 12 Years,
  • 150 ml Mineralwasser.

Gib’ den Whiskey in ein – Achtung – gekühltes (!) Longdrinkglas, fülle dieses anschließend mit Mineralwasser. Einmal (!) umrühren, fertig.

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Bourbon Highball

Zutaten:

  • 2 Teile Bourbon,
  • 4 Teile Ginger Ale,
  • 1 Zitronenspalte
  • Eiswürfel (am besten aus Mineralwasser).

Fülle ein Longdrinkglas bis zum Rand mit Eis, danach japanischer Whisky und Ginger Ale. Rühre einmal um und garniere das Glas mit der Zitrone. Fertig.

Kanpai (Prost).

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