Winterpause: So kannst du dein Motorrad winterfest machen

Winterpause: Motorrad winterfest machen

Okay okay, es ist Dezember. Wahrscheinlich hast du dein Bike längst in den Winterschlaf geschickt. Nicht? Oh Buddy, dann wird’s aber wirklich Zeit. Hier ein paar Tipps, wie du dein Motorrad winterfest machen solltest.

Ich geb’ ja zu, der Winter ist längst da. Vielleicht nicht gefühlt, rein meteorologisch ist aber seit dem 1. Dezember Winter. Entsprechend ist die Saison auf zwei Rädern vorbei. Zumal du sicher wie die meisten nur ein Saisonkennzeichen an deinem Bike hast, dein Motorrad also gar nicht mehr zugelassen ist. Entsprechend hast du deine Maschine wohl schon eingemottet und in die Motorrad Winterpause geschickt. Nicht? Dann ist’s aber Zeit. Damit dein Bike zur neuen Saison gleich wieder fit ist, solltest du jedoch ein paar Punkte beachten. Hier eine Checkliste…

Checkliste für die Motorrad Winterpause

  1. Tank leer oder voll?
    Der erste Punkt betrifft deinen Tank. Leer oder voll? Die Frage klärt das Material deines Tanks. Bei einem Stahltank solltest du diesen noch mal randvoll volltanken. So verhinderst du Kondenswasser und damit Rost. Einen Tank aus Alu oder Kunststoff solltest du hingegen leerfahren.
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  3. Frostschutz intakt?
    Ebenfalls wichtig ist der Frostschutz deiner Kühlflüssigkeit. Diesen kannst du fix mit einem Frostschutzprüfer (ab ca. 10 Euro) checken. Ansonsten fahr’ einfach mal bei der Tanke oder deiner Werkstatt vorbei. Ein Check ist jedenfalls ein guter Rat, wenn deine Leitungen nicht einfrieren soll. Daher füll’ bei Bedarf besser nach. Vor allem, wenn du ein „Laternenparker“ bist.
  4. Ölwechsel machen
    Apropos Check: Wenn du von deiner letzten Tour kommst, nutz’ den warmen Motor gleich zur Kontrolle des Ölstands. Noch besser: Mach’ einen Ölwechsel. Vergiss’ auch nicht den Filter zu wechseln. Ist der Intervall noch nicht reif, reicht natürlich eine Kontrolle des Ölstands und eventuell ein Auffüllen.
  5. Achtung Vergaser
    Hat deine Maschine noch einen Vergaser? Dann solltest du die Schwimmerkammer leeren. So beugst du Ablagerungen und somit wieder einem Verstopfen der Düsen vor. Wenn deine Maschine eine Einspritzanlage hat, brauchst du für die Motorrad Winterpause nichts machen.
  6. gründliche Reinigung
    Ob Vergaser oder Einspritzer, eine gründliche Reinigung vor der Motorrad Winterpause ist aber auf jeden Fall nötig. Warum? Weil Schmutz in Ecken und Winkeln Feuchtigkeit anzieht. Was dann passiert, ist dir sicher klar: Rost. Ein gründliches Abtrocknen ist daher nach der „Wäsche“ ebenfalls logisch. Lackierte Flächen und Metallteile solltest du außerdem mit einem Konservierungsmittel behandeln. Vor allem, wenn dein Bike nicht in einem geschlossenen Raum wie einer Garage überwintert. Ebenfalls logisch, dass du defekte Stellen besser gleich ausbesserst.
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  8. Antriebskette checken
    Anschließend solltest du dir die Antriebskette anschauen. Ist diese in Schuss, ist alles gut. Ansonsten: reinigen und neu einfetten. Gleiches gilt für einen Antriebsriemen. Bei einer Kardanwelle achtest du hingegen auf die Wartungsintervalle.
  9. Aufbocken ist besser
    Apropos: Längere Standzeiten sind alles andere als gut und zwar für die Reifen. Bei einem Hauptständer hast du kein Problem, so haben die Räder keinen Bodenkontakt und sind über den Winter entlastet. Hast du keinen Hauptständer – deine Reifen haben also doch Bodenkontakt -, solltest du vor der Motorrad Winterpause den Reifendruck erhöhen. Aber bitte nur bis zum max. zulässigen Fülldruck. Achte also auf die Angaben des Herstellers.

    Wichtig: Längere Standzeiten können die Reifen verformen. Einmal im Monat solltest du daher die Räder weiterdrehen und so deren Lage ändern. Entsprechende „Dreh-Termine“ kannst du in einem Kalender oder deinem Smartphone markieren.

    Achtung: Vor der ersten Ausfahrt in der neuen Saison musst du deinen Reifendruck wieder nach unten korrigieren.

  10. Batterie ausbauen?
    Ein weiteres Thema, wenn du dein Motorrad winterfest machen willst, ist die Batterie. Hier geht es je nach Standort, Motorrad und Batterietyp. Steht dein Bike draußen, solltest du die Batterie ausbauen und frostsicher (ca. 10 Grad Celsius) sowie trocken einlagern. Steht dein Bike in der Garage, kannst du die Batterie eingebaut lassen.

    Wichtig: Sind entsprechende Verbraucher (Zeituhr, Alarmanlage etc.) angeschlossen, klemm’ die Batterie ab. Zuerst den Minuspol, dann den Pluspol.

  11. Enthaltungsladung
    Ob du die Batterie drin lässt oder ausbaust, einmal im Monat ist eine sogenannte Enthaltungsladung ein guter Tipp. Optimal: selbstregelnde Ladegeräte. Diese arbeiten permanent und gaukeln deinem Motorrad quasi einen regelmäßigen Betrieb vor. Ist deine Batterie nicht wartungsfrei, musst du den Säurestand checken und eventuell auffüllen. Aber erst nach dem Laden. Holst du dein Bike zur neuen Saison aus dem Winterschlaf, check’ die Batteriepole auf Korrosion. Siehst du Rost, Pole säubern und neu einfetten. Möglich, dass die beim Wiederanschließen der Batterie einige Einstellungen (Uhr etc.) neu vornehmen musst.

Tipp: Die Motorrad Winterpause ist eine gute Zeit, nötige Reparaturen oder Inspektionen zu machen. Denn just im Winter sind Werkstätten weniger ausgelastet, während es hingegen im Frühling zur neuen Saison regelrecht rundgeht. Im neuen Frühjahr kannst du es daher schwer haben, an einen Termin zu kommen. Im Winter hast du weniger Probleme.

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