Wiesn-Guide: FAQs zum Oktoberfest, Dirndl-Schleife, Tracht & mehr

Oktoberfest Reiseführer

Meine Fresse, ist es schon wieder so weit? Tatsächlich: Ab dem 22.09. steht München wieder Kopf. Das 185. Oktoberfest. Und du willst hin? Prima. MenChannel.DE verrät dir alles Wichtiges zur Wiesn 2018. O’zapft is…

Jahr für Jahr das Gleiche: Scheinbar die ganze Welt will auf die Münchner Wiesn. Ich hab’ mir bisher den Spaß zwei Mal angetan und kann dir eines sagen: Das Oktoberfest ist immer proppenvoll. Immerhin dürfte dieses Jahr das Wetter mitspielen. Ich kenne das anders und zwar furchtbar frostig und vernieselt. Egal. MenChannel.DE verrät dir im Wiesn-Guide, was du zum Oktoberfest wissen musst. Apropos: Die Wiesn anno 2018 tobt vom 22. September bis zum 7. Oktober.

Oktoberfest: Die wichtigsten Fragen zur Wiesn

Brauche ich ein Ticket für die Wiesn?
Nein. Weder für Festgelände noch Bierzelt musst du Eintritt zahlen. Doch Obacht: Am Wochenende und Abend ist für die Zelte oft eine Reservierung nötig – wegen Überfüllung.

Wie schaut es mit Kontrollen aus?
Sämtliche Eingänge sind mit Security besetzt, die hier und da mal kontrollieren. Rucksäcke über drei Liter bzw. Taschen über 20 x 15 x 10 cm sind strikt verboten. Gepäck kannst du jedoch am Eingang gegen Gebühr abgeben. Kosten:

  • Gepäck > 10 kg: 4 Euro
  • Gepäck < 10 kg: 7 Euro
  • Kinderwagen: 3 Euro.

Ob allerdings jederzeit Kapazitäten frei sind, garantiert die Wiesn nicht.

Kann ich meine Kinder auf die Wiesn mitnehmen?
Logo. Wegen der Lautstärke und Tumulte sind Kinder unter sechs Jahren im Bierzelt aber nur bis 20 Uhr geduldet. Kinderwagen sind auf dem Gelände Sonntag bis Freitag bis 18 Uhr erlaubt, Samstags dagegen verboten.

Kann ich meinen Hund zum Oktoberfest mitnehmen?
Nein. Ausnahme: Blindenhunde.

Wie schaut es mit meinem Fahrrad aus?
Ebenfalls nein. Auf dem Festgelände sind weder Bikes, Inlineskates, Skateboards noch sonstige Geräte erlaubt. Abstellplätze findest du an den Haupteingängen.

Münchner Oktoberfest

Was ist, wenn ich Vegetarier bin?
Kein Problem. Zwar steht die Wiens für eine volle Maß und lecker Hendl, fleischlose Gerichte findest du mittlerweile aber in allen Zelten.

Noch mehr FAQs: Das große Wiesn-ABC

Wobei: Als Nicht-Bayer verstehst du wohl nicht mal die Hälfte der bayerischen Begriffe. Was also ist ein Gspusi oder Noagerl? Unser großes Wiesn-ABC verrät es dir…

  • Anstich
    „O’zapft is“, mit diesen Worten erfolgt Jahr für Jahr am ersten Wiesn-Samstag der „Anstich“ des ersten Fass. Und zwar traditionell um Punkt 12 Uhr im Schottenhamel-Zelt.
  • Bier und Brezn
    gehören zusammen wie eben München und das Oktoberfest. Quasi die Corporate Identity der Wiesn.
  • Camping
    ist auf dem Campingplatz in Thalkirchen möglich. Australier ziehen Zelte vor, Italiener den Camper.
  • Dirndl
    Die typische Wiesn-Tracht der Mädels und überall rund um Festgelände zu kaufen. Angeblich kühlt der Hype aber schon wieder ab. Dennoch: Ein hübsches Mädel in Tracht ist schon fesch.
  • Essen
    2017 gingen 146 Ochsen, an die 60 Kälber, tausende Bratwürste und zig Tonnen gebrannte Mandeln über die Tresen. Bei 6,2 Millionen Besucher aber kein Wunder.
  • Flirten
    Mit welchen Mädels es sich zu flirten lohnt, verrät dir die Dirndl-Schleife (siehe unten).
  • Gspusi
    süddeutsch bzw. österreichisch für Liebschaft oder Liebesverhältnis. Hält auf der Wiens meist nur einen Abend.
  • Hügel
    der „Tatort“ für das Gspusi. Allerdings nutzt so mancher jenen Hügel hinter den Zelten auch, um seine Blase zu entleeren oder seinen Rausch auszuschlafen. Mittlerweile finden daher mehr Kontrollen statt.
  • Italiener-Wochenende
    steht für das mittlere (zweite) der drei Wiesn-Wochenenden. Weil dann tausende Italiener zum Oktoberfest kommen und der Festplatz aus allen Nähten platzt.
  • Jubel
    typisch für den Anstich, wenn der Münchner Oberbürgermeister das erste Fass anzapft.
  • Käferzelt
    das Stammzelt des FC Bayern, somit Promizelt Nummer eins und „nobel“. Benannt nach der Wirtsfamilie Käfer und zu finden am Ende der Bierstraße.
  • Lebkuchenherz
    ebenso wie Brezn und Bier typisch für die Wiesn.
  • Maß
    und zwar die Maß, weil weiblich. Als „Zugroaster“ gibst du dich meist an der falschen Aussprache zu erkennen und sagst „Maaaas“. Falsch, es heißt Maß: kurzes a, scharfes s. 2017 gingen übrigens 7,7 Millionen Maß (= Liter) über die Tresen.

Münchner Wiesn: Die Maß ist weiblich!

  • Noagerl
    ist der Rest der Maß und eher unappetitlich. Entsprechend gibt es auf der Wiesn drei Typen von Trinkern. Erstens die, die den letzten Schluck im Glas lassen. Zweitens die, die den Noagerl doch trinken. Und drittens die, die ihn ins nächste Maß kippen.
  • Öffnungszeit
    ab 9 Uhr bzw. unter der Woche ab 10 Uhr. Bierausschank am Wochenende ab 9 Uhr, unter der Woche ab 10 Uhr. Fahrgeschäfte öffnen um 10 Uhr. Feierabend ist je nach Zelt um 22.30 bis 0.30 Uhr, bei den Schaustellern um 23.30 bis 24 Uhr.
  • Prosit der Gemütlichkeit
    ist der Wiesn-Trinkspruch. Wenn du den hörst: Hau weg die Maß.
  • Quiz
    gibt es vor dem Oktoberfest zuhauf. Wie du in einem solchen Test abschneidest, ist für den Einlass aber schnuppe.
  • Angebot
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    • der Gürtel kann natürlich auch zu jeder Jeans, Chinohose angezogen werden
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  • Reservierung
    ist für die meisten Zelte – trotz null Euro Eintritt – nötig. Wobei so manches Zelt dabei den Kauf eines „Verzehrgutscheins“ verlangt. Zum Beispiel für zwei Maß Bier und ein Hendl. Krank: Im Internet findest du Reservierungen, wo du für einen Zehnertisch 3.000 bis 6.000 Euro zahlen sollst.
  • Sicherheit
    ist ein großes Thema auf dem Oktoberfest. Taschen und Rucksäcke über drei Liter sind seit 2016 verboten. Das Gelände ist mittlerweile komplett eingezäunt, Security kontrolliert die Eingänge. Neu in 218 sind sogenannte Super-Recogniser: menschliche „Aufpasser“, die sich extrem gut Gesichter merken können.
  • Terror
    tauchte erstmals auf der Wiesn 2009 auf. Damals drohte Al Kaida mit einem Anschlag. Seither sorgen Poller und Betonsperren vor Schutz gegen Autobomben sowie mittlerweile Lkws.
  • Umsatz
    ist ein großes Geheimnis. In 2018 müssen die Wiesn-Wirte jedoch ihre Umsätze gegenüber der Stadt München offenlegen. Denn wegen den Kosten für die Sicherheit auf dem Oktoberfest müssen die Wirte eine Umsatzpacht abdrücken.
  • Vollrausch
    ebenfalls typisch für das größte Volksfest der Welt. Viele kommen eben doch nur zum saufen.
  • Weinzelt
    eines der 14 großen Festzelte, in dem du tatsächlich Wein bekommst. Und zwar aus anständigen Gläsern.
  • xuffa
    eine Verballhornung des bayerischen „gsuffa“. Oder für alle Nichtbayern: saufen. Wobei xuffa der Imperativ bzw. Befehl ist. Xuffa heißt also: „Sauf!“.
  • Yokohama und Yagon
    auch in Japan bzw. Myanmar gibt es die Wiesn. Sowie an vielen anderen Orten: Das Oktoberfest ist längst ein Exportschlager.
  • Zapfenstreich
    Schluss mit dem xuffa ist in der Regel um 22.30 Uhr. In den meisten großen Zelten bekommst du dann kein Bier mehr.

Oktoberfest: Was zieht man(n) an?

Logo, dass auch für Nicht-Batzis eine Tracht angebracht ist. Heißt für dich als Kerl: Trachtenhemd und Lederhose, außerdem klassische Trachtensocken. Eine Weste rundet den Look ab. Ist es frisch, bieten sich zudem Trachten- und Lodenjanker an. Die Frage „Welche Schuhe zur Lederhose“ erlaubt Optionen: zum Beispiel ein Paar Trachten-Sneaker oder Haferlschuhe.

Die Mädels ziehen natürlich ein fesches Dirndl an. Wobei es auch für das schöne Geschlecht mittlerweile Alternativen gibt. Sprich: Dirndlblusen oder Lederhosen speziell für Mädels. Und welche Schuhe zum Dirndl? Hier finden die Damen diverse Optionen wie Sneaker, Pumps, Ballerinas oder Espadrilles, die in einem speziellen Trachtendesign gehalten sind.

Oktoberfest: Wie bindet man (frau) die Schürze?

Apropos, wie zur Hölle ist das denn jetzt mit der Dirndl-Schleife bei den Girls? Tatsächlich ist das gar nicht so schwer. Zumindest, so lange du nüchtern bist. Jedenfalls verrät dir die Dirndl-Schleife, ob die Dame zu haben ist oder eben nicht. Ganz praktisch also, die Dirndl-Schleife. Ist diese jedenfalls…

  • links, ist das Mädel ledig und ein Flirt durchaus erwünscht.
  • rechts, ist die Puppe liiert bzw. verheiratet. Es könnte dir also eine zünftige Watschn drohen.
  • Mitte, die Trägerin ist Jungfrau – zumindest nach der Tradition.
  • hinten, die Dame ist in Trauer (sprich: verwitwet) oder aber Kellnerin.

Oktoberfest: Wie bindet man (frau) die Schürze?

Eigentlich gar nicht so schwer oder? Tipp: Vergiss das „Ranking“, wichtig sind allein die Mädels mit der Dirndlschleife links. Ledig. Zu haben. Flirtgeil. Dennoch: Benimm’ dich wie ein Gentleman und nicht wie ein notgeiler Neandertaler.

Oktober: Wie komme ich ins (volle) Zelt?

Wobei: Zuerst musst du überhaupt erst mal in eines der Zelte kommen. Denn da tummeln sich die meisten Besucher. Was aber, wenn die Zelte schon proppenvoll sind? Dann weist dich die Security ohne Gnade ab. Neun Tipps bringen dich vielleicht doch ins Zelt…

  1. Klein statt groß
    Statt die großen Bierzelte wählst du ein kleines. Die sind nicht ganz so überbucht wie die großen, bieten aber ebenfalls Gaudi satt. Zumal du hier auch kleinere Tische ab sechs Personen findest. Tipp: Unter der Woche geht immer was. Am Wochenende vor allem Sonntagabend.
  2. Oide Wiese
    Die Oide Wiese kostet zwar drei Euro Eintritt – weil ein separater Bereich -, dafür sind die Fahrgeschäfte günstiger. Davon ab geht es auf der Oide Wiese gemütlicher und nostalgischer zu. Halbnackte findest du hier keine, dafür noch echte Wiesn-Tradition.
  3. Absagen
    Die ganz Hellen reservieren gleich nach dem Oktoberfest einen Tisch für die nächste Wiesn. Viele können den Termin dann aber nicht halten. Von daher: Schau’ auf den Buchungsportalen gezielt nach solchen Absagen.
  4. Warteliste
    Hört sich nicht schön an, kann aber klappen: die Warteliste. Manche großen Zelte wie das Winzerer Fähndl bieten dir Plätze auf einer solchen an. Gib’ einfach deine E-Mail an – und warte. Tipp: Die kleinen Zelte sind flexibler.
  5. Reservierungswechsel
    Ein Tipp von Insidern: Wenn die Schichten wechseln, hast du die besten Chancen auf einen Tisch – auch ohne Platzkarte. Die typische Zeit für die Abendschicht ist zwischen 16.30 und 17.30 Uhr. Manche Wiesn-Wirte empfehlen eine halbe Stunde davor, andere eine halbe Stunde nach dieser Zeit am Eingang aufzuschlagen. Versuch’ beides.
  6. Nachmittag
    Nachmittags sind im reservierten Teil oft noch Tische frei – kurzfristig. Wenn du ein Hardcore-Fan der Wiesn bist, solltest du also schon am Nachmittag kommen. Mit Glück findest du auch abends noch Platz an nicht reservierten Tischen. Diese muss übrigens jedes Zelt parat halten. Bist du jedenfalls erst einmal ins Zelt gelangt, ist deine Chance auf einen freien Platz groß.
  7. Ausnahme
    Du weißt ja, die Ausnahme bestätigt die Regel – auch auf dem Oktoberfest. Und zwar ab diesem Jahr. Eine neue Ausnahmeregel fordert, dass zehn Prozent aller nichtreservierten Plätze innerhalb von 24 Stunden zu buchen sind. Als Münchner bekommst du sogar einen „Heimbonus“. Kannst du per Ausweis deine Münchner Adresse beweisen, erhältst du am Wochenende bis 15 Uhr Extra-Plätze. Lohnt sich auch für Nicht-Münchner, wenn du einen Münchner Kumpel hast. Alles klar?
  8. Andrang
    Apropos: Den größten Andrang gehst du besser aus dem Weg. Und zwar meist am Wochenende des Anstichs und bei Umzügen. Typische Promi-Zelte wie Marstall und Käfer meidest du besser ebenfalls. Weil eben in der Regel extrem gefragt.
  9. Vitamin B
    Ebenfalls ein Tipp für einen Tisch ist das berühmte Vitamin B. Kennst du einen der Kellner bzw. eine der Kellnerinnen oder jemanden von der Security?

Oktoberfest: Wie viele Zelte gibt es eigentlich?

Apropos: Wie viele Zelte gibt es eigentlich auf der Wiesn? Zum einen findest du Jahr für Jahr die 14 großen Bierzelte mit bis zu 7.000 (!) Sitzplätzen. Und zwar von Nord nach Süd entlang der Wirtsbudenstraße (die Links führen dich direkt auf die Seiten zur Reservierung, die Zahlen in Klammern verraten dir die Sitzplätze innen/außen):

Oktoberfest: Wie komme ich ins (volle) BIer-Zelt?

Daneben findet du etliche mittelgroßen und kleinen Zelte, die tatsächlich eine bzw. sogar drei vier Nummern kleiner sind als die großen Festzelte. Weniger los ist in den kleinen Zelten aber deswegen nicht. Entsprechende Links für Reservierungen findest du auf oktoberfest.de.

Oktoberfest: Was kostet die Maß anno 2018?

Gleich vorweg: Typisch Oktoberfest ist die Maß 2018 mal wieder teurer. Im Schnitt liegt der Preis dieses Jahr bei 10,70 bis 11,50 Euro. Für einen Liter Bier ganz schön happig. Hast du eine bestimmte Vorliebe, findet du deinen favorisierten Gerstensaft nur in bestimmten Zelten.

  • Augustiner: Augustiner-Festhalle, Fischer-Vroni
  • Paulaner: Armbrustschützenzelt, Winzerer Fähndl, Käfer’s Wies’n Schänke
  • Spaten-Franziskaner: Marstall, Schottenhamel, Ochsenbraterei (Spatenbräu-Festhalle)
  • Löwenbräu: Schützen-Festzelt, Löwenbräu-Festhalle
  • Hacker-Pschorr: Hacker-Festzelt, Pschorr-Bräurosl
  • Hofbräu: Hofbräu Festzelt

Über die Jahre hat sich der Bierpreis jedenfalls ganz schön entwickelt. Wobei es auf der ersten Wiesn 1810 noch gar keinen Bierausschank gab. Erst viele Jahre später wurde dieser erlaubt. Im Jahr 1871 kostete ein Bier übrigens 12 Kreuzer. Der Preis stieg bis ins Jahr 1910 auf 38 Kreuzer. Den größten Preissprung gab es zwischen 1920 und 1922: Wegen der damaligen Hyperinflation explodierte der Bierpreis auf der Wiesn von 2,50 auf 50 Reichsmark. Doch schon 1925 war die Inflation besiegt, der Bierpreis auf 1 Mark gesunken. In den Zeiten der guten alten D-Mark ging der Preis wieder stetig nach oben: 1949 kostete das Bier 1,70 DM, 1970 schon 2,65 DM. Zuletzt (2001) kostete das Bier 11,70 bis 12,80 DM. In Zeiten des Euro ging es weiter bergauf. Kostete das Bier auf der Wiesn 2002 noch 6,30 bis 6,80 Euro, kletterte der Preis in nur wenigen Jahren auf über elf Euro.

Oktoberfest: Welche U-Bahn fährt mich zur Wiesn?

Jetzt ist natürlich noch interessant, wie du zum Oktoberfest kommst. Optionen hast du einige und zwar mit…

  • dem Auto: Zwar sind Parkplätze vor Ort vorhanden, bei Tausenden Besuchern pro Tag wird’s aber eng, speziell am Abend. Am zentralsten liegt der Parkplatz Zenettistraße 21 (Schlacht- und Viehhof München). Die rund 700 Parkplätze (Pauschale 10 Euro/Tag) sind zur Wiesn aber wie gesagt schnell belegt. Willst du dennoch dein Glück versuchen, gib’ in dein Navi am besten die Adresse „Schwanthalerhöhe, München“ ein. Das ist dann oberhalb der Theresienwiese.
  • der U-Bahn: U3 oder U6 bis Goetheplatz bzw. Poccistraße. U4 oder U5 bis Theresienwiese bzw. Schwanthalerhöhe.
  • der S-Bahn: S1 bis S8 zur Hackerbrücke. S7 bis S20 bis Heimaranplatz, dann U4 oder U5 bis Theresienwiese oder Schwanthalerhöhe.
  • dem Bus: MetroBus Linie 53 bis Schwanthalerhöhe. MetroBus Linie 58 bis Georg-Hirth-Platz, Beethovenplatz oder Goetheplatz. MetroBus Linie 62 bis Hans-Fischer-Straße, Poccistraße oder Herzog-Ernst-Platz. StadtBus Linie 134 bis Theresienhöhe oder Schwanthalerhöhe.
    der Straßenbahn: Linie 18 oder 19 bis Holzapfelstraße oder Hermann-Lingg-Straße. Linie 16 oder 17 bis Hackerbrücke, dann 1 km zu Fuß zur Theresienwiese.
  • der Bahn: Kommst du mit dem Zug nach München, brauchst du vom Hauptbahnhof nur gut 15 Minuten zu Fuß. Vom Ausgang Bayerstraße folgst du dieser 300 m, danach biegst du links in die Hermann-Lingg-Straße ein. Nach 400 Metern hast du schon die Theresienwiese erreicht. Alternative: Folge einfach der Masse :-)
Hochzeit als Ursprung: Wie entstand das Oktoberfest?

Zuletzt ein bissel Wiesn-Geschichte. Der Ursprung geht auf die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810 zurück. Ein bürgerlicher Unteroffizier kam auf die Idee eines Pferderennens. Ludwigs Vater (und damalige König) Max Joseph I. fand die Idee Spitze, konnte der Adel so doch Nähe zum Volk zeigen. Das Rennen fand am 17. Oktober 1810 statt, daher gilt jenes Datum als Geburtsstunde des Oktoberfests. Tatsächlich sprach das Volk prompt von den „October-Festen“, während eine Zeitung den Platz zu Ehren der Braut als „Theresiens Wiese“ ausrief.

Die Münchner fanden das Fest jedenfalls toll – und machten in den nächsten Jahren einfach weiter. Obwohl die ersten Jahre nicht mal der Ausschank von Bier erlaubt war. Für einen guten Schluck mussten die Besucher der Wiesn auf die benachbarte Sendlinger Höhe laufen. Dennoch mauserte sich das Oktober zum Erfolg. Zumal nach ein paar Jahren doch der Bierausschank erlaubt wurde. Heute gilt die Wiesn mit gut sechs Millionen Besuchern pro Jahr jedenfalls als größtes Volksfest der Welt.

Kurios: Trotz seiner über seiner 200-jährigen Geschichte findet die Wiesn 2018 erst zum 185. Mal statt. Warum? Weil das Oktoberfest bis heuer 24 Mal ausfiel. Zu Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, zwei Mal wegen einer Cholera-Epidemie sowie während der Weltwirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Was immer gleich blieb, ist der Ort: die Theresienwiese. Diese liegt quasi zentral in München (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) und umfasst rund 42 Hektar (420.000 m²). Als markante Punkte der Theresienwiese gelten die 97 m hohe Sankt-Pauls-Kirche im neugotischen Stil im Norden sowie die Bavaria-Statue vor der Ruhmeshalle im Westen. Ansonsten toben auf der Theresienwiese – die übrigens kaum begrünt ist – neben dem „Fest der Münchner Biere“ weitere Großevents. Im Frühling kannst du hier das Münchner Frühlingsfest feiern, im Winter das Tollwood-Festival.

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