Ferrari Portofino: Neuer Einstiegssportler aus Maranello

Ferrari Portofino 2018

Aus für den California, Ferrari stellt seinen Einstiegssportler ein. Und zeigt dafür auf der IAA den Nachfolger Ferrari Portofino. Optisch schaut der Renner zwar gar nicht so neu aus, technisch hat sich aber einiges getan.

PS-Freaks und vor allem Ferrari-Fans sollten die IAA 2017 (14. bis 24. Sept.) besuchen. Denn Ferrari zeigt – nach dem neuen 812 Superfast in Genf – in Frankfurt seinen neuen California. Nur heißt der Renner nicht mehr California, sondern Portofino. Den Namen stibitzt Ferrari kurzerhand von der gleichnamigen Hafenstadt – oder eher -dorf – in Ligurien. Das ist die Küstenregion im Nordwesten Italiens. Mittelmeer, nicht Adria. Genug Geografie. Zurück zum technischen. Und zwar zum Ferrari Portofino. Optisch mag der Erbe des California nicht wirklich neu aussehen. Doch der Renner ist komplett neu aufgebaut. Das Chassis soll deutlich leichter sein. Trotzdem mehr Torsionssteifigkeit bieten.

Ferrari Portofino 2018: Der leichtere California

Das Klappdach kommt ebenfalls bekannt vor. Doch das faltbare Hardtop ist ein paar Kilo leichter als zuvor. Die Lenkung arbeitet neuerdings elektronisch und direkter. Das Fahrwerk ist neu abgestimmt. Und natürlich weiterhin mit elektronisch gesteuerten Dämpfern versehen. Was bleibt, ist der grummelnde V8 unter der Haube. Wie gehabt mit 3,9 Litern Hub. Aber mit mehr Power. 40 Pferdchen mehr leistet der Achtzylinder mit doppelter Zwangsbeatmung. Macht im Ferrari Portofino genau 600 Edelrösser. Sowie 760 Nm, was aber nur fünf Nm mehr sind als im alten California. Den Biturbo gibt es dagegen schon seit 2014. Ferrari spendierte quasi nur ein paar neue Teile. Pleuel, Kolben, Ansaugtrakt, Krümmer, Software.

Ferrari Portofino 2018

Gepaart ist der V8 weiterhin mit einem automatisierten 7-Gang Getriebe. So rennt der 2+2 Sitzer nun in 3,5 Sekunden von null auf 100. Der California brauchte 3,6 Sekunden. Und schaffte 316 km/h Spitze. Der Ferrari Portofino beschleunigt bis auf über 320 Sachen. Da könnte der Renner schon mal ins Schlingern kommen. Pustekuchen. Auf der Hinterachse des Ferrari Portofino sitzt nämlich eine elektronische Differenzialsperre, die jederzeit optimale Traktion garantiert. Sagt Ferrari.

Ferrari Portofino: Preis unter 200.000 Euro?

Maße nennt Ferrari auch. Nämlich 4.586 mm Länge, 1.938 mm Breite sowie 1.318 mm Höhe. Das Design des Ferrari Portofino schaut dagegen nur dezent aufgefrischt aus. Der Grill ist breiter, die LED Scheinwerfer nun horizontal. Daneben öffnen sich dunkel die Lufteinlässe für die Räder. Hinten sind die Rücklichter weiter außen angeordnet. Sonst grüßt eigentlich recht deutlich der alte Ferrari California.

Innen gibt es wieder sehr wohl Neues. Und zwar neue Sitze – 18-fach elektronisch verstellbar -, ein neues Lenkrad, eine neue Klimaanlage und ein Touchscreen in 10,2 Zoll für das Infotainment. Der Beifahrer kann ebenfalls ein Display haben. Das aber berechnet Ferrari extra. Der neue Windabweiser ist dagegen wieder Serie. Und senkt bei offener Kabine die Zugluft um 30 Prozent. Weniger Geräusche gibt es obendrein.

Wann der neue Ferrari Portofino im Autohaus steht? Gute Frage. Die Antwort liefert Ferrari vielleicht auf der IAA. Ebenso wie die Preise. Die verschweigen die Roten nämlich ebenfalls noch. Der California war ab knapp 178.000 Euro eingepreist. Der Portofino dürfte wohl nicht so viel teurer werden.

Bilder: Ferrari

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