Drohnen & Quadrocopter: Das neue Spielzeug für den Mann?

Drohnen & Quadrocopter kaufen

Sicher kennst du die Dinger schon. Als Paketlieferant. Oder aus der Werbung. Von was ich rede? Drohnen. Quadrocopter. Diese ulkigen kleinen Hubschrauber mit den (meist) vier Rotoren. Sind die nun Kinderspielzeug? Oder Männerspielzeug?

Ich wage mal eine These. Ja, bei Gott, eine knallharte Behauptung: Drohnen werden irgendwann unser Leben bestimmen. Pakete und überhaupt die Post liefern. Ebenso wie die Pizza zum Abend. Oder ein ganzes Menü vom Italiener, Chinesen oder wem auch immer. Tatsächlich ist diese „Vision“ alles andere als weit weg. Es dauert nicht mehr lange. Das sage ich dir hier und jetzt voraus. Okay, schwer ist die Vorhersage nicht. Denn Drohnen werden schon längst als „Paketboten“ getestet. Amazon macht es vor. Nix mit Kinderspielzeug. Diese Dinger habe es faustdick hinter ihren kleinen Rotoren. Das sind wahre Alleskönner.

Denk’ nur mal weiter. Zum Beispiel Drohnen bei der Bergrettung. Oder der Suche nach Vermissten. Lawinenopfern und und und. Statt Menschen in vielleicht schwer oder gar gänzlich unzugängliches Gebiet zu senden, wird einfach ein Schwarm von Drohnen bzw. Quadrocoptern „los geschickt“. Das ist billiger, schneller, besser. Warum? Weil so auch Retter vor Lebensgefahr geschützt sind. Ob Drohnen deswegen das Allheilmittel sind, wage ich auf der anderen Seite aber zu bezweifeln. Stell’ dir doch mal den Himmel vor. Voll mit solchen kleinen Quadrocoptern. Klingt schon ein bissel nach Alptraum. Aktuell jedenfalls sind die Dinger schon ein geiles Spielzeug. Vor allem mit einer Kamera bestückt. Ich gehe ja gern in meinem schönen Harz wandern. Fotografiere und filme. Doch Fotos und Videos mittels Drohne schlagen derzeit alles.

Männerspielzeug: Tipps zum Drohnen kaufen

Zugegeben dürfte der Hype um die Quadrocopter auch daran liegen, dass diese Dinger so neu sind. Aufnahmen daher (noch) so spektakulär. Bei der typischen Reizüberflutung kann das schnell gegessen sein. Ich sage nur Brüste und Werbung. Eine Zeit lang sah man im TV nur noch nackte Haut – am Nachmittag. Margarine (!) wurde mit Girls im Eva-Kostüm beworben. Irgendwann hat das keinen mehr vom Hocker gerissen. Weil es quasi „normal“ wurde. Schau nur mal in die Glotze: Sooo viel nackte Haut ist da nicht mehr zu sehen. Also zumindest in der Werbung. Doch selbst die großen Blockbuster zeigen deutlich weniger Haut als früher. Okay, Game of Thrones ist eine (nackte) Ausnahme. Aber ich schweife ab.

Ein Kinderspielzeug sind Drohnen jedenfalls nicht. Denke nur mal an die Army. Da fliegen die Dinger echte Kampfeinsätze und bombardieren feindliche Stellungen. Geht eine solche Drohne verloren, kostet das zugegeben Geld. Und zwar richtig Geld. Aber eben kein Menschenleben. Weil ein Pilot nicht an Bord ist. Effektiv – anders kann man das nicht nennen. Deswegen werden Drohnen auch den zivilen Sektor erobern. Machen sie ja schon. Nur eben in „klein“. Stichwort Paket von Amazon. Auch du kannst dir einen Quadrocopter ganz fix zulegen. Dir die Welt quasi von oben anschauen. Ohne auf einen Berg zu kraxeln. Oder einen Baum zu klettern. Dank Drohne.

Drohnen als Paketboten

Von daher will ich dir hier mal einen Überblick zeigen, was dir ein solcher Quadrocopter überhaupt bringt. Und was du beachten solltest. Denn ganz ungefährlich sind die Dinger nicht. Wobei eine solche Drohne gar nicht mal viel kosten muss. Klar kannst du ein paar hundert Euro ausgeben. Es reichen aber auch schon 40. Kein Witz, schau’ mal auf rocoptershop.de. Da gibt es so manchen Mini-Quadrocopter schon für 36 Euro. Kein Geld. Zumindest für den Anfang. Zum üben 🙂

Quadrocopter kaufen: Geld spielt keine Rolle…

So oder so: Teuer muss das Thema Drohne kaufen nicht sein. Wobei du für wenig Geld natürlich nicht das Topmodell erwarten darfst. Aber einen Benz bekommst du ja auch nicht zum Preis eines Ford Ka. Doch selbst eine Drohne mit Kamera muss nicht die Welt kosten. Mein genanntes Beispiel für 36 Euro ist tatsächlich schon mit einer Kamera ausgestattet. Natürlich nicht die beste, aber immerhin. Ich sagte ja, zum üben.

Wobei eine Kamera schon ein Muss ist. Allein das Ding da oben rumfliegen zu lassen, ist ja nicht der Brüller. Bilder oder sogar Videos machen, die Welt von oben zeigen und aus der Perspektive eines Vogels sehen. Hammer. Ganz clevere Mitmenschen haben sogar eine Art Drohnensport kreiert. Drohnensport? Genau. Da trittst du mit einer Drohne gegen Konkurrenten an und musst deinen Quadrocopter durch eine Art Parcours fliegen. So Red Bull Air für Drohnen halt. FPV Racing mit Drohnen nennt sich das.

Bei diesem FPV-Racing – FPV steht für First Person View – trägst du als „Copter-Pilot“ eine spezielle Brille. Die ist nötig, weil du deinen Copter während dem Race mitunter nicht siehst. Bzw. nicht sehen kannst. Daher fliegst du deinen Quadrocopter über eine FPV Brille, die dir das Geschehen live überträgt. Denn die Copter können verdammt schnell sein. Bis zu 80 Sachen schafft so manche Drohne. Action ebenso wie Unfälle sind daher keine Seltenheit. Im Gegenteil. Das es beim FPV-Racing rumst, ist normal.

FPV-Racing mit Drohnen: Auf Verfolgungsjagd

Von daher noch mal: Wenn du eine Drohne kaufen willst, nimm’ erst mal ein billiges Modell. Übe, übe und übe. Werde zum Copter-Meister. Und wenn du dann genug geübt hast, kannst du dir einen richtig guten – sprich teuren – Copter kaufen. Und mit dem dann im FPV-Racing auf Verfolgungsjagd gehen. Aber wie gesagt: Crashs sind bei diesen Jagden normal. Die Leidenschaft könnte also durchaus ins Geld gehen. Schau dir einfach mal das Video hier an, schon Wahnsinn.



Davon ab musst du beim Drohne kaufen eh einiges beachten. Einfach einen Copter kaufen, auspacken und losfliegen? Nee, Buddy, ist nicht. Zumindest nicht mehr. Weil die Dinger so im Trend sind, ist die Gefahr von Unfällen leider nicht mehr ganz abwegig. Es gab sogar schon einige böse Zwischenfälle. Auch mit Stars auf der Bühne. Enrique Iglesias wollte 2015 bei einem Konzert in Mexiko eine Drohne „abfangen“. Macht der Barde sicher nicht wieder. Gab nämlich böse Aua an den Fingerchen.

Deswegen hat das Bundeskabinett schon im Juni 2015 eine neue Regelung auf den Weg gebracht. Und diese Regelung enthält – mal wieder – diverse Vorschriften zur Nutzung von Drohnen. Genauer zur Nutzung von Drohnen in der Freizeit. Also von Privat wie du und ich. So darfst du deinen Copter nicht in bestimmten Bereichen aufsteigen lassen. Zum Beispiel bei gewissen Events oder in Naturschutzgebieten. Zwar sind Ausnahmen von der Regelung vorgesehen, aber das dürfte wohl wieder einiges an Bürokratie bedeuten.

Vorschriften zur privaten Nutzung von Drohnen

Wenn du jedenfalls privat eine Drohne kaufen und nutzen willst – egal für welchen Zweck -, gelten diese Vorschriften:

  1. Drohnenflüge über sensible Bereiche sind untersagt. Als sensible Bereiche gelten zum Beispiel Einsatzorte von Polizei und Rettungskräfte, Veranstaltungen, Menschenansammlungen (+ 100 m) und Naturschutzgebiete.
  2. Wiegt deine Drohne über 250 Gramm, ist eine Plakette Pflicht. Quasi als Nummernschild. Die Plakette muss deinen Namen UND deine Adresse enthalten, um dich im Fall der Fälle als „Täter“ bzw. Unfallverursacher identifizieren zu können.
  3. Ist deine Drohne leichter als fünf Kilo, darfst du den Copter NICHT außer Sichtweite fliegen. Augenkontakt ist also Pflicht.
  4. Wiegt dein Copter dagegen über fünf Kilo, brauchst du eine Erlaubnis der Landesbehörde (Luftfahrtbundesamt). Bzw. eine Art Führerschein zum Quadrocopter fliegen. Für diesen Führerschein musst du natürlich eine Prüfung ablegen. Möglich ist diese immerhin online. Voraussetzung zur Prüfung ist übrigens, dass du mindestens 16 Jahre alt bis. Gültig ist der Führerschein bzw. „Drohnen Pilotenschein“ zehn Jahre.
  5. Deine Flughöhe darf maximal 100 Meter betragen. Über 100 Meter brauchst du eine Genehmigung.
  6. Bei Flughäfen gelten 30 Meter (Drohne max. 5 kg).

Filmen mit Drohnen

Ganz wichtig: Wenn du dir eine Drohne zulegst, schließe eine entsprechende Haftpflicht ab. Hast du bereits eine private Haftpflicht laufen, ist es durchaus möglich, dass diese „Copter Unfälle“ einschließt. Sicher ist das aber nicht. Frage also bei der Versicherung nach. Sollten Unfälle mit Quadrocoptern von deiner privaten Haftpflichtversicherung nicht gedeckt sein, schließe eine spezielle Drohnen Haftpflicht ab. Deine Versicherung hilft dir da sicher weiter.

Regeln für Filmaufnahmen mit einer Drohne

Ohne Versicherung würde ich mir dagegen die private Nutzung einer Drohne verkneifen. Im schlimmsten Fall zahlst du Jahrzehnte, weil du mit dem Copter ganz bösen Mist gebaut hast. Bist du versichert, hast du – ebenso wie vor allem das Opfer – zumindest keinen finanziellen Schaden. Kläre die Haftpflicht also unbedingt mit deiner Versicherung und verlasse dich nicht auf eine bereits bestehende private Haftpflichtversicherung. 2017 sollen die Regeln übrigens noch mal verschärft werden.

Bei Foto- und Filmaufnahmen musst du ebenfalls einiges beachten. So lange du auf deinem eigenen Grund und Boden bist, darfst du eigentlich (fast) alles. Aber eben auch nur fast. Auch wenn deine Copter beispielsweise über heimischen Boden fliegt, darfst du nicht deine Nachbarn filmen. Und schon gar nicht solche Aufnahmen veröffentlichen. Auch nicht privat auf Facebook. Hier drei wichtige Regeln beim Filmen mit Quadrocoptern.

  1. Bilder anderer Menschen – wenn diese denn klar erkennbar sind – unterliegen dem Persönlichkeitsrecht. Daher darfst du solche Ausnahmen nicht ohne die Zustimmung der betreffenden Personen veröffentlichen. Ausnahmen sind Bilder von Stars und Personen des öffentlichen Lebens aus Sport, Film, Politik etc. Zumindest, so lange diese Personen nicht verunglimpft werden. Nacktbilder oder gar heimlich gedrehte Pornos darfst du beispielsweise nicht veröffentlichen.
  2. Flüge über Private Grundstücke sind tabu. Deren „Luftraum“ gehört quasi dem jeweiligen Besitzer. Das gilt auch schon beim nächsten Nachbarn. Achte also die „Grenzen“. Oder eben die Hecke.
  3. Willst du dagegen eine Immobilie verkaufen, darfst du diese filmen, wie du willst – auch Mehrfamilienhäuser. Ausnahme: Personen (siehe Punkt 1) oder Einzelheiten der Wohnungseinrichtung dürfen auf den Aufnahmen NICHT erkennbar sein. In solchen Fällen könnten die Bewohner Widerspruch einlegen. Und bekämen wohl Recht.

So, das war’s. Endlich. Viel Spaß mit deinem Copter.

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