Nix Bier: Der Whisky Anfänger Guide by MenChannel.DE

Whiskylagerung Whisky Anfänger Guide

Du trinkst bestimmt gern mal ein Bierchen, oder? Schon okay. Jedenfalls in Maßen. Ich persönlich ziehe jedoch andere „Sachen“ vor. Wodka-Lemon zum Beispiel. Oder Whisky. Hier daher mein Whisky Anfänger Guide.

Ein Whisky Anfänger Guide? Warum nicht. Viele kennen sich mit Bier aus. Oder Wein. Oder Grappa. Warum also nicht mal Whisky probieren? Probieren! Nicht ins Koma saufen. Davon halte ich absolut nichts. Ein Mann – ebenso wie eine Frau – sollte wissen, wann er (sie) genug getrunken hat. Alkoholexzesse waren noch nie mein Ding.

Ein echter Männerabend geht jedenfalls nur mit Bier, oder? Nöö! Das sehe ganz anders. Ganz ehrlich, Bier ist so gar nicht mein Fall. Ohne Witz. Bier trinke ich eher selten. Wenn überhaupt mal ein Cola-Weizen. Ansonsten ist mir Bier einfach zu viel. Also von der Menge. Ruckzuck hab ich da die berühmte Bierplauze. Der Magen ist voll. Das ist nicht meine Sache. Also lieber was anderes. Wie etwa ein Wodka-Lemon. Oder ein guter Pernod. Mmh. Whisky ist noch relativ neu für mich. Für dich auch? Prima. Also zurück zum Whisky Anfänger Guide.

Ein Whisky Guide für Einsteiger

Oder eben zum Whisky Guide für Einsteiger. Für Greenhorns. Wie du und ich. Wenn du jedenfalls keine Lust mehr auf Bier hast und mal was Neues probieren willst, ist Whisky eine echte Idee. Nicht falsch verstehen. Ich will dich nicht zum Alkohol verführen. Schon gar nicht zum Suff. Aber Whisky ist mal ein anderer Alkohol. Außerdem bietet Whisky eine riesige Auswahl. Schließlich ist Bier auch nicht gleich Bier. Da gibt es Helles, Pils, Weizen, Kölsch und und und. Ähnlich Wein. Oder eben Whisky. Weil Whisky in zig Ländern gebrannt wird. Jedes davon hat seine eigenen Vorlieben. Und vor allem Rezepte. Allein diese ganzen Whiskysorten zu probieren, wird dich Wochen „kosten“. Eine erste Auswahl gefällig? Dann lass dich einfach mal hier inspirieren.

Whisky Anfänger Guide: Eine hochprozentige Geschichte

Aber ich labere. Denn gerade wegen der großen Auswahl musst du erst einmal „deinen“ Whisky finden. Aber welchen? Woher? Eben das will ich versuchen, dir mit meinem Whisky Guide für Einsteiger näher zu bringen. Also. Zuerst ein bissel Geschichte. Whisky stammt ursprünglich aus Schottland. Oder aber aus Irland. So ganz sicher sind sich da die Historiker nicht. Die Schotten dagegen schon. Die Iren ebenfalls. Ist aber auch egal. Fakt ist, der bekannteste Whisky kommt aus Schottland. Der berühmte Scotch.

1494 wird zum ersten Mal ein „aquavite“ erwähnt. In schottischen Steuerunterlagen. Weil ein Mönch Malz einkaufte. Zum Whisky brennen. Die Mönche waren es nämlich, welche die Technik und das Wissen zum Whisky brennen überhaupt entwickelten. Angeblich schon im fünften Jahrhundert. Damals aber noch für Arznei und Parfüm statt Whisky. Hergestellt wird Whisky jedenfalls durch die Destillation von Getreide. Meist handelt es sich hierbei um gemälzte Gerste. Dazu kommt noch Hefe und vor allem ganz viel Wasser.

Das eigentliche Aroma hängt aber nicht nur von den Rohstoffen ab. Sondern ebenso von der Herstellung sowie der Fassreifung. Denn laut dem Whisky Guide für Einsteiger muss der „Brannt“ mindestens drei Jahre gelagert werden. Und zwar in Holzfässern. Holz ist quasi ein entscheidender Faktor bei der Whiskyherstellung. Denn wegen den Fässern schmeckt kein Whisky wie der andere. Das Holz sorgt für Aroma. Jedes Holz hat quasi sein eigenes. Daher schmeckt Whisky eben immer anders. Wie Bier oder Wein. Manche Hersteller schwören daher auf eine zweimalige Nutzung der Whiskyfässer. Oder aber auf Sherryfässer. Wieder andere auf Weinfässer. Weil jedes Fass so sein ganz eigenes Aroma verspricht. Somit wieder seinen ganz eigenen Geschmack.

Whisky Guide für Einsteiger: Die Whiskysorten

So entstehen dann die Whiskysorten. Wobei Kenner zuerst einmal zwischen Single Malt Whisky und Blended Whisky unterscheiden. Diese „Hauptsorten“ von Whisky sind im Whisky Anfänger Guide noch relativ einfach erklärt. Ein Single Malt Whisky besteht ausschließlich aus einer Getreidesorte. Ein Blended Whisky ist dagegen nichts anderes als eine Mischung. Nämlich aus verschiedenen Whiskys. Daher eben „blend“. Zu Deutsch „Mischung“.

So, nun geht es bei den Whiskysorten in die Tiefe. Scotch ist klar und kommt generell aus Schottland. Irisch Whisky dagegen aus Irland. American Whisky eben aus Amerika. Diese Whiskysorten entscheidet also das Land, wo der Whisky gebrannt wird. Wobei es auch noch regionale Unterschiede und somit Namen gibt. Zum Beispiel Speyside Whisky. Der kommt aus der schottischen Region Speyside. Oder aber Tennessee Whisky aus Tennessee in den USA. Viele solcher „regionalen“ Whiskysorten sind besonders geschützt und unterliegen daher Auflagen.

Whisky Guide für Einsteiger

Weiter geht es nach Getreide. Ein Malt Whisky wird zum Beispiel aus gemälzter Gerste gebrannt. Grain Whisky wiederum aus Weizen, ungemälzter Gerste und Hafer. Rye Whisky aus Roggen. Hier mal ein fixer Überblick über die typischen Whiskysorten nach den Rohstoffen:

  • Malt Whisky: gemälzte Gerste (100 Prozent)
  • Grain Whisky: Weizen, ungemälzte Gerste, Hafer
  • Rye Whisky: Roggen (mind. 51 Prozent Anteil)
  • Bourbon Whisky: Mais (mind. 51 Prozent Anteil)
  • Corn Whiskey: Mais (mind. 80 Prozent Anteil)
  • Blended Whisky: Mischung verschiedener Destillate und Whiskys

Jede Whiskysorte entfaltet so ihren ganz eigenen Geschmack. Wobei es – siehe oben – außerdem auf die Fasslagerung bzw. die Fassreifung ankommt. Sowie auf das Wasser. In der Regel nutzt jede Whiskybrennerei ihre eigene Quelle. Die Qualität und Reinheit des Wassers sind entscheidend für den Geschmack des späteren Whisky.

Whisky Anfänger Guide: Scotch und Torffeuer

Wasser und Fässer entscheiden also ebenso über den Whisky wie die Rohstoffe. Du siehst: Einfach mal so eine Flasche Jack Daniel’s kaufen, macht dich noch lange nicht zum Experten. Wenn dich das Thema wirklich interessiert, rate ich dir zu einem Besuch in einem richtigen Whisky Shop. Dort dürftest du echte Kenner finden, die Ahnung haben. Und dir quasi einen Crashkurs geben. So wie dieser Whisky Guide für Einsteiger. Wobei dir die Jungs und Mädels wohl sogar schon erste Ideen liefern, welcher Whisky dir schmecken könnte.

Apropos schmecken. Ich habe es schon erwähnt: Whisky ist nicht gleich Whisky. Jeder schmeckt anders. Was an den Rohstoffen liegt. Sowie an der Fasslagerung. Und an der Herstellung. Daher ist Scotch nicht gleich Scotch. Bourbon nicht gleich Bourbon. Scotch etwa ist quasi noch was für echte Kerle. Das schottische Klima ist rau. Richtig rau. Und dann rennen die da noch in Röcken rum. Ich sage nur Highlands. Da können nur wir Harzer mithalten 😉

Nein, im Ernst. Da in den Highlands Bäume eher schlecht wachsen, befeuern die Schotten ihre Öfen meist mit Torf. Das verleiht dem Scotch seinen ganz eigenen rauchigen Geschmack. Weil das feuchte Malz über Torffeuern getrocknet wird. Viele schottische Whiskyhersteller machen das heute noch so. Außerdem darf Scotch Whisky ausschließlich in Eichenfässern gelagert werden. Sowie mindestens drei Jahre. Die sind Pflicht. Der bekannteste Scotch ist übrigens Johnny Walker. Hier mal ein paar mehr oder weniger bekannte Scotch Whiskymarken:

  • Ballantine’s
  • Bells
  • Black & White
  • Chivas Regal
  • Dewar’s
  • J&B Rare Blend
  • Johnny Walker
  • Teacher’s
  • Vat 69
  • White Horse
  • Whyte & Mackay

Alle diese Whiskys sind übrigens Blends. Also Blended Whiskys und somit Mischungen.

Whisky Guide für Einsteiger: Irish & American Whisky

Irish Whisky wird dagegen in der Regel nicht über Torf gebrannt. Bzw. das Malz nicht über Torf gedarrt. Darren ist übrigens nichts anderes als trocknen. Ausnahmen gibt es aber durchaus. Der irische Whisky ist daher jedenfalls milder als Scotch. Mais ist ein No-Go, dafür ist Hafer erlaubt. Irish Whisky wird zudem drei Mal destilliert. Wie Scotch darf Irish Whisky allein in Eichenfässern gelagert werden. Ebenfalls über mindestens drei Jahre.

Bekannte Irish Whiskymarken wären:

  • Bushmills Malt (Single Malt)
  • Connemara (Single Malt)
  • Crested Ten (Blend)
  • Greenore (Single Grain)
  • Inishowen (Blend)
  • Jameson (Blend)
  • John Power & Son (Blend)
  • Kilbeggan (Blend)
  • Locke’s 8 Year Old (Single Malt)
  • Powers John’s Lane (Single Pot Still)
  • Redbreast (Single Pot Still)
  • Teeling Whiskey Small Batch Rum (Blend)
  • Tullamore Dew (Blend)
  • Tyrconnell (Single Malt)
  • Yellow Spot (Single Pot Still)

Zuletzt noch der American Whisky. Der stammt allein aus den USA. Kanadischer Whisky wird dagegen als Canadian Whisky bezeichnet. American Whisky jedenfalls wird unterteilt in:

  • American Straight Whisky (Rye),
  • Bourbon Whisky,
  • Tennessee Whisky und
  • Corn Whiskey.

Jeder American Whisky hat so seine eigenen Vorschriften in punkto Rohstoffe und Herstellung bzw. Lagerung. Bekannte American Whiskymarken sind:

  • Blanton’s
  • Buffalo Trace
  • Bulleit
  • George Dickel
  • Jack Daniel’s
  • Jim Beam
  • Maker’s Mark
  • Van Winkle Family Reserve
  • Wild Turkey
  • Woodford Reserve

Whiskymarken Whisky Anfänger Guide

Und hier ein paar bekannte Whiskymarken aus Kanada:

  • Black Velvet,
  • Canadian Club oder
  • Old Canada.

Seit den 1920er versuchen sich übrigens auch die Japaner am Whisky brennen. Als „Vorbild“ erkoren sich die Japaner den Single Malt Scotch aus. Und waren dabei so erfolgreich, dass mittlerweile die Schotten tatsächlich im japanischen Whiskygeschäft mitmischen.

Whisky Anfänger Guide: So trinkt man(n) Whisky

Egal welche Whiskysorte oder aber Whiskymarke: Prozente haben alle Whiskys. 60 Prozent sind dem Whisky Guide für Einsteiger zufolge quasi Minimum. Es geht aber auch „hoch“ bis 94,8 Volumenprozente. Das ist dann schon richtig harter Stoff. Daher wird Whisky schon im Fass mit Wasser verdünnt. In den Handel gelangt Whisky dann mit „nur“ 40 bis 46 Prozent. Jedenfalls im Schnitt. Es gibt auch durchaus Whiskys mit 50 oder 65 Prozent. Also Obacht.

Wobei du Whisky generell mit Stil trinken solltest. Spezielle Gläser wie der Whisky Schwenker erlauben dem Aroma die volle Entfaltung. Wegen dem hohen Gehalt an Alkohol wird das Glas jedoch nur mit einem typischen Doppelten gefüllt. Zwei Fingerbreit maximal. Das Glas leicht schwenken ist erlaubt. Und sogar ein Muss. So steigt der Geruch des Whiskys empor.

Damit du auch gleich als Kenner durchgehst, habe ich hier noch ein paar typische Whiskybegriffe für dich. So als Abschluss meines Whisky Anfänger Guides. Von daher schon mal von mir ein Cheers!

Wichtige Whiskybegriffe & Whisky Qualitätsmerkmale

  • New Spirit meint ein frisches Destillat, das die Mindestanforderungen erfüllt.
  • Cask strenght meint die Fassstärke. Der Whiskey ist noch nicht mit Wasser verdünnt.
  • Blended Malt Whisky oder auch Vatted Whisky bzw. Pure Malt ist ein Whisky aus Fässern mehrerer Destillerien. Aber generell aus gemälzter Gerste gebrannt.
  • Single cast kennzeichnet einen Whisky aus einem einzelnen Fass. Also eine Einzelfassabfüllung.
  • Single barrel meint ebenfalls ein Einzelfass und wird meist für American Whisky genutzt.
  • Finish ist ein Hinweis auf das zur Lagerung genutzte Fass. Zum Beispiel: Port Wood Finish (früheres Portweinfass), Sherry Wood Finish (früheres Sherryfass), Madeira Wood Finish (früheres Madeirafass).
  • Vintage steht für einen hochwertigen Jahrgangswhisky.

Neben dem Geschmack und Aroma bestimmen Rohstoffe, Herstellung und Fasslagerung auch die Qualität des Whiskys. Willst du mehr über die Qualität deines Whiskys erfahren, kannst du diese Fragen stellen.

  1. Ist der Whisky ein Single Malt, also unverschnitten? Oder aber ein Blend und somit verschnitten?
  2. Wie lange lagerte (reifte) der Whisky im Fass? Drei Jahre sollten es mindestens gewesen sein.
  3. Ist der Whisky ein Jahrgangswhisky? Oder gar eine Einzelfassabfüllung? Also ein Single cast oder Single barrel? Dann dürfte es ein richtig guter Whisky sein.
  4. Ist der Whisky „kalt filtriert“? Bei der „chill filtration“ werden Whisky Fettsäuren entzogen, die den „Brannt“ trüben. Allerdings auch Aromen enthalten. Filtriert ist der Whisky also weniger gut. Weil halt ärmer im Geschmack.
  5. Welches Quellwasser wurde für den Whisky genutzt? Qualität, Reinheit und Ursprung des Wassers sind maßgeblich für die Qualität.
  6. Wie viel E 150a wurde dem Whisky hinzu gefügt? Hierbei handelt es sich um Zuckercouleur (Lebensmittelfarbe), das Whisky mehr Farbe verleihen soll. Aber auch einen bitteren Geschmack mitbringt.

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